Richtig gute Fragen im Workshop

Fragen im Workshop

Fragen sind der Schlüssel zum Workshoperfolg!

Fragen sind unheimlich wichtig. Aber im konkreten Fall - vielleicht sogar unter Zeitdruck -  auf die richtige Frage zu kommen, ist manchmal gar nicht so einfach. Deshalb biete ich dir hier Frageformulierungen für viele Workshopmethoden und -phasen an. Diese darfst du gern umformulieren und für deinen Workshop nutzen.

 

Bevor du startest, lies am besten meine Tipps zu Umsetzung, damit du mit deinen Fragen Antworten bekommst, die euch im Workshop weiterbringen.

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Ideen finden mit guten Brainstorming-Fragen

Um bei der Ideengenerierung nicht an der Oberfläche zu bleiben, sonder tiefer zu "bohren", benötigst du die richtige Auswahl an Brainstorming-Fragen, die ich auf einer eigenen Seite zusammengestellt habe.

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Lösungsmöglichkeiten bewerten

  • Welche Kriterien sollten wir verwenden, um diese Lösungsansätze zu bewerten?
  • Wie können wir mögliche Lösungsansätze priorisieren?
  • Was sind die Risiken und Vorteile jeder möglichen Lösung?
  • Welche Ressourcen und Unterstützung werden wir benötigen, um die ausgewählte Lösung umzusetzen?
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Die Kundenperspektive einnehmen

  • Was gewinnen die Kunden hinzu?
  • Welche neuen Möglichkeiten eröffnen sich für sie?
  • Welche Alternativen könnten die Kunden weglocken?
  • Was werden die Kunden aufs Spiel setzen, wenn sie sich für diese Lösung entscheiden?
  • Welches Problem löst die Idee?
  • Welche Probleme können für die Kunden entstehen, wenn sie die Lösung nicht annehmen?
  • Was hindert die Kunden daran, die Lösung zu implementieren?
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Lösungsideen sicher umsetzen

  • Wie können wir die Machbarkeit der ausgewählten Lösung testen?
  • Woran könnte das scheitern?
  • Was sind die Gründe dafür, dass es diese Lösung bis heute noch nicht gibt?
  • Wie können wir diese Hürden angehen oder vermeiden?
  • Wie werden die Lieferanten, Dienstleister, die Mitarbeitenden, Anwohner, Konkurrenten ... auf diese Veränderung reagieren?
  • Woran werden wir merken, dass die Lösung gut war?
  • An welcher Stelle werden wir die Umsetzung stoppen und überdenken?
  • Welche Ressourcen werden benötigt, um die Lösung umzusetzen?
  • Wie können wir die Nachhaltigkeit der Lösung sicherstellen?
  • Welche nächsten Schritte und Maßnahmen müssen wir ergreifen, um voranzukommen?
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Fragen zur Reflexion

  • Was haben wir aus diesem Meeting gelernt?
  • Was waren die wichtigsten Erkenntnisse aus der Diskussion?
  • Gibt es noch offene Fragen oder Anliegen, die wir angehen müssen?
  • Wie können wir die übrigen Interessensgruppen von unserem Vorhaben überzeugen?
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Feedback-Fragen für den Workshop

Während du mit der Reflexion den Teilnehmenden die Gelegenheit gibst, über die Konsequenzen für eigene Person nachzudenken, dient das Feedback (auch: "Rückmeldung") dem Blick auf die Veranstaltung - deinen Workshop, euer Meeting oder die Klausurtagung.

 

Für diese Phase habe ich die Feedback-Fragen zusammengestellt.

 

Reflektion und Feedback werden gemeinsam oft als "Check-Out" bezeichnet.

Wie setzt du Fragen im Workshop ein?

Fragen sind das "Herzstück" der Moderation! Genau genommen ist ein Workshop eine Aneinander­reihung von klug formulierten Fragen, die die Teilnehmer*innen zu einem Ergebnis führen. Das bedeutet für dich als Moderatorin:

Für jede Sequenz eine Frage

Viele der Moderationsmethoden deuten es bereits mit dem Namen an: Kartenabfrage, Zuruffrage, Mehrpunktabfrage oder Einpunktfrage. Überlege dir für jede "Übung", für jede Moderationsmethode eine Frage!

 

Eine Pinnwand, über der nur die Überschrift "Probleme" steht, oder ein Dot Voting ganz ohne ausformulierte Frage (Worüber stimmen wir eigentlich ab?) wird die Teilnehmenden im Unklaren lassen. Erfahrungsgemäß fragen nur wenige nach, um Klarheit zu bekommen. Die schweigende Mehrheit wird sich ihre Version davon, worum es gerade geht, im Kopf selbst zurecht legen. Und das führt ziemlich sicher zu Missverständnissen in späteren Etappen des Workshops!

Bestimme das Ziel, nicht das Ergebnis!

Formuliere deine Frage so, dass das Ergebnis (also die Antworten) dem Ziel entspricht! Das "Ziel" jeder einzelnen Sequenz sollte

  • dir als Moderator*in und den Teilnehmer*innen klar sein,
  • ein logisches "Unterziel" auf dem Weg zum Workshopziel sein,
  • eine "Hülle" oder Definition des Ergebnisses sein.

Auf gar keinen Fall nimmst du also ein Ergebnis vorweg! Mit dem Ergebnis wird die "Hülle" Ziel erst mit Inhalt gefüllt.

 

Mit der idealen Frageformulierung bestimmst du die Art der Antworten (Zahlen, Ideen, Wünsche, Fragen, Probleme, Ursachen, ...), sowie die Flughöhe oder Detailtiefe der Antworten. Außerdem kannst du limitierende Faktoren, die von vornherein klar oder gegeben sind, einfließen lassen (Budget, gesetzliche Vorschriften, bauliche Gegebenheiten, Fristen, ...).

So formulierst du gute Fragen im Workshop

Weiter oben findest du viele Beispiele für Fragen aus ganz verschiedenen Winkeln. Dabei gelten für die Formulierung grundsätzlich immer die gleichen Regeln. Diese zielen darauf ab, es den Teilnehmer*innen so attraktiv wie möglich zu machen, zielführende Antworten zu geben.

 

  • Einfach und verständlich: Dabei helfen Tätigkeitsverben und kurze Sätze.
  • Konkret und direkt: Verwende W-Fragen und ersetze "man"-Formulierungen.
  • Vermeide Wissens-/Testfragen: Frage nur, wenn du die Antwort nicht kennst!
  • Keine rhetorischen oder Suggestivfragen!

Visualisiere jede Frage!

Dabei bedeutet Visualisieren nicht zwingend bildhaftes Darstellen. Im einfachsten Fall schreibst du die Frage auf das Flipchart, die Pinnwand, das Online-Whiteboard oder in den Chat des Videokonferenztools. Das ist wichtig, um allen Zeit zum Verstehen der Frage zu geben und Störungen während der Beantwortung zu vermeiden ("Was sollen wir nochmal machen?").

 

Frage immer auch, ob die Frage klar und verständlich ist. Im Zweifelsfall nimmst du Korrekturen an deiner visualisierten Frage vor, bis jede*r das gleiche Bild des Ziels vor Augen hat.

Mehr Tipps für deine Workshop-Moderation:

Brainstorming - Fragen

Lass Teilnehmer*innen Ideen sprühen!

Die besten Brainstorming-Fragen.

Moderieren ohne Vorbereitung und Hilfsmittel

Mehr brauchst du nicht! Rette dein Meeting mit minimaler Moderation: YouTube-Video.


Noch mehr? Stöbere weiter:

Das passende Training:

Moderieren. Einfach.
Köln/Bonn, 5./6. Mai 2025
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