Fragen sind unheimlich wichtig. Aber im konkreten Fall - vielleicht sogar unter Zeitdruck - auf die richtige Frage zu kommen, ist manchmal gar nicht so einfach. Deshalb biete ich dir hier Frageformulierungen für viele Workshopmethoden und -phasen an. Diese darfst du gern umformulieren und für deinen Workshop nutzen.
Bevor du startest, lies am besten meine Tipps zu Umsetzung, damit du mit deinen Fragen Antworten bekommst, die euch im Workshop weiterbringen.
Um bei der Ideengenerierung nicht an der Oberfläche zu bleiben, sonder tiefer zu "bohren", benötigst du die richtige Auswahl an Brainstorming-Fragen, die ich auf einer eigenen Seite zusammengestellt habe.
Während du mit der Reflexion den Teilnehmenden die Gelegenheit gibst, über die Konsequenzen für eigene Person nachzudenken, dient das Feedback (auch: "Rückmeldung") dem Blick auf die Veranstaltung - deinen Workshop, euer Meeting oder die Klausurtagung.
Für diese Phase habe ich die Feedback-Fragen zusammengestellt.
Reflektion und Feedback werden gemeinsam oft als "Check-Out" bezeichnet.
Fragen sind das "Herzstück" der Moderation! Genau genommen ist ein Workshop eine Aneinanderreihung von klug formulierten Fragen, die die Teilnehmer*innen zu einem Ergebnis führen. Das bedeutet für dich als Moderatorin:
Viele der Moderationsmethoden deuten es bereits mit dem Namen an: Kartenabfrage, Zuruffrage, Mehrpunktabfrage oder Einpunktfrage. Überlege dir für jede "Übung", für jede Moderationsmethode eine Frage!
Eine Pinnwand, über der nur die Überschrift "Probleme" steht, oder ein Dot Voting ganz ohne ausformulierte Frage (Worüber stimmen wir eigentlich ab?) wird die Teilnehmenden im Unklaren lassen. Erfahrungsgemäß fragen nur wenige nach, um Klarheit zu bekommen. Die schweigende Mehrheit wird sich ihre Version davon, worum es gerade geht, im Kopf selbst zurecht legen. Und das führt ziemlich sicher zu Missverständnissen in späteren Etappen des Workshops!
Formuliere deine Frage so, dass das Ergebnis (also die Antworten) dem Ziel entspricht! Das "Ziel" jeder einzelnen Sequenz sollte
Auf gar keinen Fall nimmst du also ein Ergebnis vorweg! Mit dem Ergebnis wird die "Hülle" Ziel erst mit Inhalt gefüllt.
Mit der idealen Frageformulierung bestimmst du die Art der Antworten (Zahlen, Ideen, Wünsche, Fragen, Probleme, Ursachen, ...), sowie die Flughöhe oder Detailtiefe der Antworten. Außerdem kannst du limitierende Faktoren, die von vornherein klar oder gegeben sind, einfließen lassen (Budget, gesetzliche Vorschriften, bauliche Gegebenheiten, Fristen, ...).
Weiter oben findest du viele Beispiele für Fragen aus ganz verschiedenen Winkeln. Dabei gelten für die Formulierung grundsätzlich immer die gleichen Regeln. Diese zielen darauf ab, es den Teilnehmer*innen so attraktiv wie möglich zu machen, zielführende Antworten zu geben.
Dabei bedeutet Visualisieren nicht zwingend bildhaftes Darstellen. Im einfachsten Fall schreibst du die Frage auf das Flipchart, die Pinnwand, das Online-Whiteboard oder in den Chat des Videokonferenztools. Das ist wichtig, um allen Zeit zum Verstehen der Frage zu geben und Störungen während der Beantwortung zu vermeiden ("Was sollen wir nochmal machen?").
Frage immer auch, ob die Frage klar und verständlich ist. Im Zweifelsfall nimmst du Korrekturen an deiner visualisierten Frage vor, bis jede*r das gleiche Bild des Ziels vor Augen hat.
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